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Breitengüßbacher Senioren werden bei der Deutschen Meisterschaft überraschend Vizemeister PDF Drucken E-Mail
Freitag, 1. Juni 2007

Erst im Finale wurde der Siegeszug der Senioren III-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach (Altersklasse Ü40) bei den am vergangenen Wochenende in Dortmund ausgetragenen Deutschen Meisterschaft gestoppt, die somit völlig überraschend deutscher Vizemeister wurden und ihrer umfangreichen Sammlung somit eine weitere Silbermedaille hinzufügen konnten. Der Erfolg kam völlig unerwartet, denn der TSV musste nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Norbert Uch mit Willi Korn (Urlaub) und Herwig Picht (Trauerfall) auch noch auf den Großteil seiner Centergarde verzichten.

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hinten v.l.n.r.: Wolfgang GOPPERT, Hagen KOCH, Hans-Jürgen UCH, Walter TADDA, Edgar DUSOLD, Reinhold ECKERT

vorne v.l.n.r.: Ulf SCHABACKER, Helmut DORSCH, Ernst GRIEBEL, Rainer SCHABACKER, Stefan NEUBAUER  

 

Im ersten Spiel am Samstag konnte sich der TSV gegen den westdeutschen Vize-Meister DJK Köln-Nord überraschend deutlich mit 56:35 durchsetzen. Das Tröster-Team kontrollierte von Beginn an das Spiel (1. Viertel 12:7), konnte sich bis zur Halbzeit bereits auf 29:16 absetzen und zog nach dem Wiederbeginn vorentscheidend auf 40:16 auf und davon. Vor allem die schnellen und treffsicheren TSV-Außen Neubauer (13, 3 Dreier), Dorsch (10, 1 Dreier) und Dusold (8) hatten wesentlichen Anteil am letztendlich klaren Auftaktsieg.

Auch die zweite Samstagsbegegnung gegen den TV Langen, seit Jahren Erzrivale und Angstgegner des TSV, konnten die von Coach Ulf Schabacker hervorragend eingestellten Breitengüßbacher überraschend mit 49:40 für sich entscheiden. Die anfängliche 18:10-Führung des TSV, zu der v.a. Neubauer (9) mit 3 Dreiern wesentlich beigetragen hatte, konnten die Hessen durch Billion (13) und Greunke (9) bis zur Halbzeit (25:26) wieder egalisieren. Bis zu Beginn des letzten Viertels (38:37) stand das Spiel auf des Messers Schneide, ehe im Schlussabschnitt Griebel (12) und Uch (10) für die Entscheidung zugunsten des TSV sorgten.

Der norddeutsche Meister DBV Charlottenburg mit seinen zahlreichen ehemaligen Bundesliga- und Nationalspielern schien am Sonntagmorgen zum Stolperstein für die müde wirkenden Güßbacher zu werden. Von Beginn an entwickelte sich ein heiß umkämpftes Spiel. Vor allem Charlottenburgs Dronsella (11) traf aus allen Lagen und sorgte fast im Alleingang für die Berliner 17:13-Führung. Weil sich Uch (9) und Tadda (9) wiederholt unter dem Korb durchsetzen konnten, zog der TSV wieder gleich und mit 2 seiner insgesamt 3 Dreiern sorgte TSV-Distanzschütze Neubauer (18) sogar für eine knappe Güßbacher 31:26-Pausenführung. Nach dem Wiederbeginn gingen die Hauptstädter rasch wieder mit 36:31 in Führung. Zwar konnte TSV-Außen Griebel (8, 1 Dreier) zwischenzeitlich zum 38:38 ausgleichen, doch keine Mannschaft konnte sich im Folgenden mehr wesentlich absetzen und die Berliner lagen in der vorletzten Spielminute wieder knapp 48:47 vorne. Breitengüßbachs Rainer Schabacker (12) zeigte sich aber in der Schlussphase nervenstark und verwandelte alle 6 Freiwürfe zum knappen 58:54-Sieg des TSV.

Im Finale traf der TSV dann auf den ebenfalls ungeschlagen ins Endspiel eingezogenen amtierenden Deutschen Meister SV Boehle-Kabel Hagen. Die TSV-ler hatten die heißumkämpfte Vorpartie noch in den Knochen und Köpfen und taten sich lange Zeit schwer, gegen die körperlich und spielerisch sehr starken Hagener wieder zu ihrem Spiel zu finden (1. Viertel: 6:11). Zur Halbzeit lagen die Schabacker-Schützlinge nach Treffern von Krüsmann und Risse (je 17) noch deutlich mit 16:23 in Rückstand, doch nach mehreren Dreiern von Neubauer (15, 4 Dreier) konnte der TSV unter dem Jubel der Zuschauer erstmals gleichziehen (6. Min. 29:29). Zu Beginn des letzten Viertels (31:35) erhöhte Hagen nochmals den Druck in der Abwehr, so dass den Breitengüßbachern minutenlang keine nennenswerte erfolgreiche Offensivaktion mehr gelang. Hagens Ex-Nationalspieler Risse drehte auf der anderen Seite jetzt mächtig auf und schloss nahezu jeden Angriff erfolgreich ab. Dennoch konnten sich die Breitengüßbacher mit viel Einsatz und Kampf bis zur vorletzten Minute nochmals auf 38:42 heranarbeiten, Nach weiteren 4 Risse-Punkten und leichtfertigen Ballverlusten des TSV war jedoch der Widerstand der völlig erschöpften Breitengüßbacher endgültig gebrochen und Boehle-Kabel Hagen konnte nach mehreren Fastbreaks und taktischen Fouls noch einen klaren 53:39-Sieg einfahren. Der Jubel der TSV-Oldies über den unverhofften Coup war dennoch groß.

Es spielten:
Neubauer (13 gg. Köln/9 gg. Langen/18 gg. Charlottenburg/15 gg. Hagen), H.-J. Uch (4/10/9/6), Griebel (2/12/8/2), R. Schabacker (7/2/12/2), He. Dorsch (10/6/2/3), Tadda (2/4/9/6), Goppert (4/6/0/3), Dusold (8/-/0/-), Koch (6/0/0/2), U. Schabacker, Eckert.

 

von Hans-Jürgen Uch

 

 
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