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Nach dem souveränen Sieg in Speyer vor zwei Wochen reisen die Zweitliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach am kommenden Samstag zum nächsten Abstiegskandidaten. Der Tabellen-15. aus Lich kämpft allerdings, offensichtlich im Gegensatz zu Speyer, noch verbissen um seine Chancen auf den Ligaverbleib und bot so auch dem Spitzenteam aus Herten am vergangenen Wochenende lange Zeit Paroli. Zur Halbzeit lagen die „Bären“ aus Hessen bei den „Löwen“ aus Westfalen nur mit drei Zählern im Rückstand, ehe sie am Ende doch mit 83:71 den Kürzeren zogen.
Eine schwere Aufgabe also für die Güßbacher, die zuletzt in ihren Leistungen doch etwas unkonstant waren. Bestes Beispiel dafür war auch die Leistung am vergangenen Sonntag beim Heimspiel gegen Weißenborn, als man ein Viertel lang desolat spielte um den Gegner im letzten Viertel nur noch zwei Punkte zu erlauben und dennoch knapp den Kürzeren zu ziehen. Ein kleiner Vorteil für den TSV Tröster ist, dass die Partie in Lich am Samstag stattfindet, denn zumindest steht so für die Youngster Neumann, Leithner und McDuffie keine Doppelbelastung auf dem Spielplan. Fraglich allerdings der Einsatz von Center Erik Land, da am gleichen Tag die Begegnung der Brosebaskets bei Alba Berlin terminiert ist. Die Licher haben bei noch acht ausstehenden Begegnungen vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, sprich, sie müssten mindestens vier Begegnungen mehr gewinnen, als der derzeitige 14. aus Braunschweig. Für den TSV Tröster, der nach wie vor den 6. Tabellenplatz einnimmt, bedeutet im Gegenzug ein Erfolg am Samstag in Lich den definitiven Klassenerhalt, da man derzeit schon sieben Siege Vorsprung auf die Hessen hat. Stützen bei Lich, die im letzten Jahr erst aus der Pro A abgestiegen waren und denen nun der freie Fall in die Regionalliga droht, sind erfahrene Akteure wie Aufbauspieler Rolf Scholz oder Center Peer Wente, der im vergangenen Jahr noch beim Play-Off-Viertelfinalgegner der Brosebaskets, der BG Göttingen, unter Vertrag war. Eigentlich gehört seit einigen Wochen auch wieder Nationalspieler Johannes Lischka von den Gießen 46ers zum Kader der Licher, doch hat der 23-Jährige erst eine Partie für Lich absolviert. Die Mannschaft der beiden Trainer Ulf Schabacker und Thomas Lorber wird sich am Samstag auf ihre Stärken besinnen müssen, wenn man bei den Hessen bestehen will. Die bestehen insbesondere in einer kompakten und aggressiven Abwehr, aus der heraus man sein eigenes Spiel aufbauen kann. Im letzten Spiel hatten die Güßbacher zudem eine zu schwache Trefferquote von außen, als dass man die Partie am Ende hätte noch gewinnen können. So werden die Aufbauspieler, Kapitän Marcel Fuchs und der zuletzt konstant gute Daniel Schmidt, gefordert sein, den Ball wieder mehr nach innen zu bringen. Sobald von den Centern die entsprechende Korbgefahr ausgeht, werden auch die Distanzschützen um den im letzten Spiel glücklosen Paul Johnson mehr Platz für ihre Würfe bekommen. Nach wie vor verzichten muss der TSV Tröster auf Maurice Stuckey; der Gips ist zwar ab, doch benötigt die gebrochene Hand noch einige Zeit, bis der Topscorer der Güßbacher wieder zur Verfügung steht. TSV Tröster Breitengüßbach: Fuchs, Hoffmann, Johnson, Jungbauer, Land (?), Leithner, McDuffie, Neumann, Obiango, Schmidt, Zeis. |